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E. O. James 
Der Kult der Grossen Göttin

Mit einem Vorwort von Kurt Derungs

«Der Kult der Grossen Göttin» - faszinierend geschrieben von einem Kenner der Kulturgeschichte - liegt nun erstmals in einer deutschen Ausgabe vor. Das Buch ist ein Meilenstein der Mythenforschung im 20. Jahrhundert und wurde im englischen Sprachgebiet zu einem Klassiker der Religionswissenschaft.
Das Werk von Edwin O. James gehört zu einer "Bibliothek der Göttinkultur" und reiht sich zu Büchern wie: James G. Frazer (Der Goldene Zweig), Robert Briffault (The Mothers), Robert Graves (Die Weisse Göttin), Mircea Eliade (Yoga, Schamanismus), Jean Markale (Die keltische Frau), Marija Gimbutas (Die Sprache der Göttin), Heide Göttner-Abendroth (Die Göttin und ihr Heros) oder Carola Meier-Seethaler (Ursprünge und Befreiungen).
E.O. James besticht mit einer sachorientierten Darstellung des Göttinkultes und mit einer erkenntnisreichen Aufarbeitung der Göttinverehrung in Europa, im Mittelmeergebiet, im Orient und in Indien. So ist das Buch ein wichtiges Stück Kultur- und Religionsgeschichte, das uns das Erbe der Göttinkultur aufzeigt und vermittelt:

Aus dem Inhalt

- Altsteinzeit und Neolithikum
- Orient und Ägypten
- Die Heilige Hochzeit
- Isis, Neith, Hathor
- Palästina und Anatolien
- Anat, Baal, Asherah
- West- und Nordeuropa
- Iran und Indien
- Lakshami, Sarasvati, Prithivi
- Göttinnen des Dorfes, Waldmütter
- Kreta und Griechenland
- Schlangen- und Erdgöttinnen
- Göttin der Berge und der Tiere
- Rhea, Artemis, Hekate, Demeter
- Attis und Kybele
- Antike und Hellenismus
- Mutter Ecclesia und die Madonna
- Die Feste der Maria
- Die Göttin und der junge Heros
- Mit einem ausführlichen Beitrag von Kurt Derungs: "Die Natur der Göttin"

 

Bibliografische Daten ISBN Preis
352 Seiten
Format 15,5 x 22,5 cm 
Über 90 Fotos und Zeichnungen
Broschur
Sachgebiete: Mythologie, Archäologie, Religion, Ethnologie, Göttinkultur
Deutsche Erstausgabe bei edition amalia
3-905581-18-3 [CHF 65.00]*
[EUR 40.00]

*vergriffen, nur noch 5 Ex. beim Verlag erhältlich

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Pressespiegel

Kurt Derungs als Herausgeber des Werkes "Der Kult der Großen Göttin" von E.O. James hat es mit Isabelle Derungs und ihrem Verlag "edition amalia" wieder einmal geschafft, Licht ins Dunkel zu bringen. Die Forschungen zum Gegenstand des Themas "Der Kult der Großen Göttin" in deutscher Sprache sind spärlich und an einer Hand abzuzählen. Daß beispielsweise die Bücher von Heide Göttner-Abendroth überhaupt bekannt sind, grenzt an ein Wunder, doch das vorliegende Werk von E.O. James ist ein absoluter Klassiker aus dem englischsprachigen Raum und wurde bereits 1959 aufgelegt. Irene Dalichow und Kurt Derungs ist es zu verdanken, daß dieses Meisterwerk nun auch in deutscher Sprache erhältlich ist. Ebenfalls möchte ich die hervorragenden Illustrationen und Photos hervorheben, die dieses Buch erst so richtig erlebbar gemacht haben. Sie stammen alle ausnahmslos aus dem Archiv des Herausgebers.
E. O. James hat sich in sehr genauer und detailverliebter Arbeit einem Thema hingegeben, das innerhalb des nun schon sehr lange andauernden weltweiten Patriarchats nicht gerade eine Ruhmesfahne war und ist. Dennoch scheint sich etwas zu ändern im Bewußtsein vieler Menschen und dies ist auch den Büchern der "edition amalia" zu verdanken. Der Autor geht mit sehr viel Sachkenntnis und wissenschaftlichem "Know How" daran, die Ursprünge des Göttinnenkults belegbar zu machen. Gerade hier helfen ihm diverse archäologische Ausgrabungen, die gerade im deutschsprachigen Raum nicht immer bekannt geworden sind. Statuetten, Amulette und Muscheln geben immer wieder ein Bild, daß bereits in der Alt- und Jungsteinzeit ein Göttinnenkult bestanden hat. Sicherlich darf man nicht den Fehler begehen, eine Göttin mit dem Gott der Christen gleich zusetzten, die Auffassung war hier doch eine andere. Hier wurden die Kräfte der Schöpfung von Leben verehrt, die auch in der Natur erlebte Replikation, die Möglichkeit der Lebensspende.
Die zur Zeit verfügbaren Nachweise solch` eines Kultes reichen vom Nahen bis zum Mittleren Osten, während der Bronzezeit bis in das Industal und auch Ägypten und Griechenland steuern das Ihre dazu bei. Selbst in Westeuropa sind die Spuren des Kultes deutlich sichtbar und auf Malta ebenso zu finden, wie auf der iberischen Halbinsel. Besonders deutlich wurde der Kult im Zweistromland und selbst Israel und Palästina können sich nicht ihren Ursprüngen entziehen. Insbesondere die geschickte Aufpropfung typischer Göttinnenattribute wie deren Namen oder deren Insignien auf männliche Götter (oder einen Gott) können dies nicht verschleiern. Deutlich zu erkennen bleibt das Gesicht der Großen Göttin.
Zum Schluß wird auf ein besonders Phänomen eingegangen: "die Mater Ecclesia und die Madonna", auch hier ist es sehr erfrischend die Schlußfolgerungen von E.O. James zu lesen und zu erkennen, wie sich die Große Göttin ihr Antlitz bewahrt hat und transformiert wurde zur Madonna bzw. Mutter Gottes, wobei sie hier arg Federn lassen mußte und sich dem Patriarchat unterzuordnen hatte. In Darstellungen und Beschreibungen scheint immer wieder die Große Göttin durch. Sie war und ist nicht zu leugnen, man kann sie nur verschweigen.
Eine sehr gute Bibliographie und ein Glossar/Register schließen dieses außergewöhnlich gute Werk ab. Ich kann dieses Buch jedem nur empfehlen, der unsere kulturellen Wurzeln erforschen möchte, und der wirkliches Interesse an ernstgemeinter und wissenschaftlich belegbarer Matriarchatsforschung hat und wer geistig wie auch seelisch so weit offen ist, um dieses Thema kompetent und ohne Hintergedanken zu erfahren.

Thorsten Wiedau

Buchtipp

Dieses Buch gehört zu meinen Lieblings-Standardwerken und steht im Regal neben den Werken von Marija Gimbutas, Mircea Eliade und Ake Hultkrantz. Wissenschaftlich fundiert, aber sprachlich auch Nichtwissenschaftlern zugänglich, findet die Leserin hier Hintergründe und Mythen hinter den Mythen mit einer Fülle an Illustrationen ansprechend aufbereitet. Für alle, die in das Thema Göttin-/Matriarchatsforschung tiefer einsteigen möchten, ein «must-have»! (Johanna Klapper)

 

 

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